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Spezielle Schmerztherapie

Nach Schätzungen von Experten leiden in Deutschland aktuell etwa 5 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Aber: Die Behandlung chronisch Schmerzkranker ist in Deutschland ein noch vernachlässigtes Gebiet der modernen Medizin. Durch zu wenig Schmerztherapeuten sind unsere Schmerzpatienten im Vergleich zu anderen europäischen Ländern unterversorgt. 

Worin liegt diese Unterversorgung, und was macht denn dann eine "Spezielle Schmerztherapie" aus? Bei einem chronisch schmerzkranken Menschen hat der Schmerz seine hilfreiche Warnfunktion verloren, einen Zweck wie z.B. das Wegziehen des Fußes zu induzieren wenn man auf eine Scherbe tritt, hat der Schmerz bei diesen Menschen nicht mehr. Er gewinnt einen eigenen Krankheitswert und muss also nicht nur als Symptom behandelt werden, wie z.B. auch nach einer Operation. Diese Therapie wird in Deutschland noch nicht flächendeckend durchgeführt. 

Was beinhaltet eine solche Therapie für den Patienten?
Die Schmerztherapie soll komplex sein, das heißt von verschiedenen Ansätzen ausgehen. Häufig sind kurzfristig oder auch über einen längeren Zeitraum Medikamente in verschiedenen Stärken und Kombination nach einem Schema nötig, aber in der modernen Medizin werden auch sehr viele andere Behandlungsmethoden eingesetzt: 

  • Physikalische Therapie / Krankengymnastik
  • Ärztliche Osteopathie und Manuelle Medizin (Chirotherapie)
  • Nerven- und Gelenkblockaden mit und ohne radiologische Positionskontrolle
  • differenzierte Stufentherapie mit Medikamenten
  • Triggerpunktbehandlung
  • Chemische Neurolyse
  • Strahlen- und Stosswellentherapie
  • Psychosomatische Grundversorgung
  • Naturheilverfahren
  • Akupunktur (TCM, YNSA, Trigger)
  • Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS)
  • Chirurgische / Neurochirurgische Intervention


Schmerztherapeuten haben zur Durchführung eine spezielle Ausbildung durchlaufen, und haben vor Gremien auch Prüfungen abgelegt. 

Wir bieten auch viele dieser Behandlungsverfahren an, aber kein einzelner Therapeut kann alle diese Methoden beherrschen. Daher wird interdisziplinär, das heißt fachübergreifend, behandelt. Neben dem Orthopäden ist in der Behandlung von chronischen Schmerzleiden häufig z.B. ein Spezialist der Anästhesiologie, der Neurologie, der Psychologie nötig, selten auch einmal ein Chirurg / Neurochirurg. Diese komplexe Behandlung ist wichtig und findet ihren Ausdruck in der Zusammenarbeit in Schmerztherapeutischen Arbeitskreisen und Qualitätszirkeln.